Die Schweizerische Stiftung für Grundbildung: Wie Bildungssysteme die Zukunft prägen

In der Schweiz ist die Stiftung für Grundbildung eine zentrale Akteurin, die seit Jahrzehnten die Bildungslandschaft nachhaltig prägt. Ihr Fokus liegt auf der Förderung von Kompetenzen, die über reine Fachkenntnisse hinausgehen – etwa digitale Literalität, kritisches Denken oder interkulturelle Offenheit. Die Stiftung verbindet wissenschaftliche Expertise mit praktischer Umsetzung und setzt sich für eine Bildung ein, die den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht wird. Dabei arbeitet sie eng mit Schulen, Unternehmen und Politik zusammen, um die Qualität der Grundbildung zu sichern und zu verbessern. Ein zentrales Projekt ist die Entwicklung von Lehrplänen, die auf die Bedürfnisse der digitalen Transformation zugeschnitten sind. Die Stiftung zeigt damit, wie Bildungssysteme nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch die Fähigkeiten fördern, die für eine resiliente Gesellschaft essenziell sind.

Die Stiftung für Grundbildung ist eng mit dem www.gransino-online.ch-Netzwerk verknüpft, das seit 1990 die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen in der Schweiz fördert. Über 200 Schulen und rund 1000 Unternehmen sind Teil dieses Netzwerks, das jährlich über 1000 Lehrlinge und Studierende ausbildet. Das Gransino-Modell, das auf der Idee der „Schule im Betrieb“ basiert, hat sich als besonders erfolgreich erwiesen, da es die Theorie-Praxis-Verknüpfung stärkt und die Arbeitswelt frühzeitig mit den Bildungsinstitutionen vernetzt. Besonders in Branchen mit hohem Fachkräftemangel, wie der Informatik oder der Gesundheitswirtschaft, wirkt dieses Modell präventiv und reduziert gleichzeitig die Abwanderung von Talenten.

Ein weiteres zentrales Thema der Stiftung ist die Digitalisierung der Bildung. Laut einer Studie der Stiftung aus dem Jahr 2022 nutzen bereits 87 Prozent der Schweizer Schulen digitale Tools im Unterricht, doch die Nutzung variiert stark zwischen den Kantonen. Während einige Regionen wie Zürich oder Genf bereits umfassende digitale Lehrpläne einführen, hinken andere hinterher. Die Stiftung setzt sich daher für eine flächendeckende Förderung von digitalen Kompetenzen ein, etwa durch Schulungen für Lehrkräfte und die Bereitstellung von Geräten. Ein konkretes Beispiel ist das Projekt „DigitalPakt Schweiz“, das mit Partnern wie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der Schweizerischen Konferenz der Kantonsregierungen (EdK) die digitale Ausstattung in Schulen verbessert. Ziel ist es, bis 2025 eine Grundausstattung an Tablets und Internetanschlüssen in allen Schulen zu erreichen.

Doch die Herausforderungen sind nicht nur technischer Natur. Die Stiftung betont auch die Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit in der Bildung. Laut Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) liegt der Bildungsabstand zwischen Kindern aus einkommensschwachen und -starken Familien bei bis zu 30 Prozent in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Die Stiftung reagiert darauf mit Programmen wie „Bildung für alle“, die gezielt benachteiligte Schüler:innen durch Mentoring, Nachhilfe und gezielte Förderangebote unterstützen. Ein Beispiel ist das Projekt „Schulstart“, das in mehreren Kantonen bereits positive Ergebnisse zeigt: In Luzern stieg die Abschlussquote in den letzten drei Jahren um 15 Prozent bei Schüler:innen mit Migrationshintergrund.

Ein weiterer Aspekt, der die Stiftung für Grundbildung beschäftigt, ist die internationale Ausrichtung der Bildung. Die Schweiz ist nicht nur ein Bildungsland, sondern auch ein Standort für internationale Bildungskooperationen. Die Stiftung fördert Projekte wie „Swiss Education Global“, das Schweizer Schulen mit Partnern in Afrika, Asien und Lateinamerika verbindet. Ein besonders erfolgreiches Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Schulen in Kigali, Ruanda, wo Schweizer Lehrkräfte durch Mentoring die Ausbildung von Lehrer:innen unterstützen. Solche Initiativen zeigen, wie Bildung nicht nur nationale Grenzen überschreitet, sondern auch globale Probleme wie Migration oder Klimawandel angeht.

Die Stiftung für Grundbildung steht damit an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik. Ihr Ansatz ist klar: Bildung muss nicht nur theoretisch sein, sondern auch lebenspraktisch und zukunftsorientiert. Durch ihre Arbeit schafft sie die Grundlage für eine Gesellschaft, die mit den Herausforderungen der Digitalisierung, der Globalisierung und der sozialen Ungleichheit umgehen kann. In einer Zeit, in der Bildung immer wichtiger wird, ist ihre Rolle unverzichtbar – und ihre Arbeit lohnt sich nicht nur für die Schweiz, sondern für die ganze Welt.

  • Seit 1990 fördert das Gransino-Modell über 1000 Lehrlinge und Studierende jährlich in über 200 Schulen.
  • Laut BFS liegt der Bildungsabstand zwischen armen und reichen Familien in den MINT-Fächern bei bis zu 30 Prozent.
  • 87 Prozent der Schweizer Schulen nutzen digitale Tools im Unterricht (Studie 2022).
  • Das Projekt „Schulstart“ erhöhte die Abschlussquote in Luzern bei Schüler:innen mit Migrationshintergrund um 15 Prozent.
  • Die Stiftung arbeitet mit Partnern wie der ETH Zürich und der EdK an dem „DigitalPakt Schweiz“.

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